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MUSIK UND KLIMA – Über Musikvermittlung für Musikvermittler:innen

Immer mehr Vermittlungsprojekte und Sensibilisierungsarbeit werden im Bereich Musik und Klima geleistet. Vom Great Animal Orchesra Projekt von Bernie Krause, zum The Soundscape We Live In bis hin zu Julie’s Bycicle und viele mehr.
Musik im engeren und Kunst im weiteren Sinne zur Vermittlung von umweltpolitischen Themen zu nutzen, ist für mich persönlich ein immer größeres und wichtigeres Thema geworden. Wie können Sie helfen, umweltpolitische Themen zu bearbeiten, anders aufzunehmen und neue Lösungsansätze zu entwickeln?

Im Sommer 2022 hatte ich die Möglichkeit gemeinsam mit Marius Binder, ebenfalls Seminarchair, und Julia Purgina als Mentorin das Seminar Collecting and Saving Digital Sounds for The Future zu entwickeln und im Rahmen vom European Forum Alpbach 2022 abzuhalten.
Um meine pädagogische Erfahrung und Eindrücke mit Ihnen zu teilen und Sie für zukünftige Projekte zu inspirieren, lade ich Sie dazu ein, mich auf eine kleine Alpbach Reise zu begleiten…

Im Voraus ein paar allgemeine Informationen:


Das Forum: „Das European Forum Alpbach (EFA) ist eine Plattform, die Ideen für ein vereintes, selbstbestimmtes und demokratisches Europa vorantreibt. Junge Menschen und angehende Führungskräfte kommen mit den innovativsten Köpfen, Entscheidungsträger:innen und Expert:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt zusammen, um an einer gemeinsamen Mission zu arbeiten.“, so ist die offizielle Beschreibung des EFA, das schon seit 1945 im Tiroler Bergdorf Alpbach (Ö) stattfindet; seitdem treffen sich jährlich Menschen aus zahlreichen Ländern der Welt und beleben das Dorf für einen Zeitraum von ca. zwei Wochen. Neben den offiziellen Panels und unterschiedlichen Kamingesprächen werden für die Scholarshipholders Seminare organisiert, die sie im Laufe des Forums besuchen.

Das Seminar: Beim Seminar Collecting and Saving Digital Sounds for The Future nehmen die Teilnehmer:innen Geräusche in und aus Alpbach auf und bearbeiten sie künstlerisch. Die entstandenen Soundscapes sollen nicht nur helfen, die besonderen Klänge in Alpbach einzufangen, sondern sie auch für zukünftige Generationen zu bewahren und so Artefakten ihrer Zeit werden zu lassen. Solche Artefakte werden seit jeher gesammelt und sind wertvolle Zeugnisse menschlicher Kultur – wie auch der digitale Handel mit Wertmarken deutlich macht.
Die neun Teilnehmer:innen sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, stammen aus acht unterschiedlichen Ländern in drei unterschiedlichen Kontinenten und haben wenig bis keine Erfahrung mit Musik / Komposition / Audio-Programmen (Background: von Journalismus und Audio-Visual-Art bis hin zu Wirtschaft und Chemieingenieurwesen).

Das Seminar beinhaltet sechs Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen zu je drei Stunden; am letzten Tag werden am Nachmittag in Form eines Konzertes die Ergebnisse des Seminars vorgestellt.
Anmerkung: Bei der Feedbackrunde wurde von fast allen Teilnehmer:innen erwähnt, dass sie die Zeit als zu knapp empfunden haben. Deshalb würde ich empfehlen, wenn möglich, Einheiten von je vier Stunden abzuhalten, oder eine Einheit hinzuzufügen; dadurch könnte man auch mehr theoretischen Hintergrundwissen in den Unterricht einbauen.

TIPP:
– Wenn Sie die Möglichkeit haben, machen Sie 4 Stunden Einheiten oder fügen Sie eine weitere Einheit hinzu, um auch mehr auf die Theorie und Literatur einzugehen. Die Teilehmer:innen haben beim Feedback alle den Wunsch geäußert, mehr Zeit zur Verfügung zu haben.

© Philipp Huber

Material:
– Für die Seminarleiter:innen / Räumlichkeiten: Tische, Stühle, Beamer, gute Lautsprechanlage, Verlängerungskabel / Mehrfachstecker, Doppelstecker für Kopfhörer (um in Gruppen an derselben Audio-Datei arbeiten zu können), Laptop, (im Idealfall Aufnahmegeräte)
– Für die Teilnehmenden: Laptop, Kopfhörer (NICHT Wireless!)

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